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Dietrich Fischer-Dieskau

* 28.05.1925
† 18.05.2012
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Dietrich Fischer-Dieskau, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion, München

24.05.2012 um 19:57 Uhr von Merkur /
Der wahrscheinlich bedeutendste Vertreter des romantischen Liedgesangs ins tot. Dietrich Fiescher-Dieskau verstarb am 18. Mai 2012, zehn Tage vor seinem 87. Geburtstag, im bayerischen Berg am Starnberger See. Fischer-Dieskau war nicht nur ein begnadeter Bariton-Sänger. Der am 28. Mai 1925 geborene Berliner machte sich auch als Dirigent, Maler, Musikschriftsteller und Rezitator einen Namen. Im Mittelpunkt seiner Karriere stand aber stets der Gesang. Fischer-Dieskau gilt nicht nur als einer der bedeutendsten Lied- und Opernsänger des 20. Jahrhunderts. Mit über 400 Schallplatten ist er auch der meistaufgenommene Sänger überhaupt. Die Musik hatte in der Familie des Sängers schon immer eine große Tradition. So widmete Johann-Sebastian Bach 1742 seine Bauernkantate einem gewissen kurfürstlich-sächsischen Kammerherrn Carl Heinrich von Dieskau, einem Vorfahr Fischer-Dieskaus. Sein Großvater war der Pfarrer und Hymnologe Albert Fischer. Bereits als 16-Jährigem absolvierte Fischer-Dieskau eine Gesangsausbildung bei Georg A. Walter, danach ab 1942 bei Hermann Weißenborn an der Berliner Musikakademie. Im Zuge des 2. Weltkriegs geriet Fischer-Dieskau in Gefangenschaft, wo er seine Gesangsausbildung autodidaktisch weiter betrieb. Seine ersten Konzerte gab er in einem amerikanischen Gefangenenlager in Italien. Sein eigentlicher Karrierebeginn im Jahr 1948 machte den großen Sänger dann sofort zu einer lebenden Legende. Seine Interpretation von Schuberts Winterreise für den Radiosender RIAS ist unvergessen. Seine weitere Karriere führte Fischer-Dieskau an die bedeutenden Opernhäuser der Welt, unter anderem in Wien, München und London. Er sang bei den Salzburger Festspielen und anlässlich der Einweihung der neuen Kathedrale von Coventry. Fischer-Dieskau, der auch als Professor an der Hochschule der Künste in Berlin wirkte, beendete seine Karriere am 31. Dezember 1992 in München mit einer Silvester-Gala. Der gebürtige Berliner war seit 1977 in vierter Ehe mit der Sängerin Julia Varady verheiratet, mit der er in Berg lebte. Seine erste Ehefrau, die Cellistin Irmgard Poppen, starb 1963 bei der Geburt des dritten Sohnes. Weitere kurze Ehen hatte Fischer Dieskau mit der Schauspielerin Ruth Leuwerik (1965?1967) und mit Christina Pugel-Schule (1968?1975), der Tochter eines amerikanischen Gesangspädagogen.