Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Corazon Aquino
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Gedenkkerze
Detlev Reinert
Entzündet am 11.11.2010 um 12:00 Uhr
Kondolenz
Von Petra Bastani, Gelsenkirchen
03.08.2009 um 23:06 UhrEin guter, edler Mensch, der mit uns gelebt,
kann uns nicht genommen werden;
er läßt eine leuchtende Spur zurück.
(Thomas Carylle)
Frau Corazon Aquino hat viel wertvolles vollbracht.
Der Familie möchte ich mein Beileid aussprechen.
Petra Bastani
Von Trauer.de redaktion, München
03.08.2009 um 09:55 Uhr von Merkur /Die ehemalige philippinische Präsidentin Corazon Aquino, die in ihrer Heimat als Ikone der Demokratie verehrt wird, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Sie erlag am Morgen des 1. August 2009 nach Angaben ihrer Familie in einem Krankenhaus der Hauptstadt Manila einem Krebsleiden.
Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo, die einen USA-Besuch abbrach, kündigte eine zehntägige Staatstrauer an. Tausende Bürger strömten zur Universität Manilas, wo der Leichnam Aquinos in einer Halle aufgebahrt wurde. Im ganzen Land versammelten sich Trauernde zum Gedenken an die Verstorbene in Kirchen. An Straßenlaternen, Autos und Gebäuden wehten gelbe Bänder in Erinnerung an "Cory", wie sie das Volk liebevoll nennt. Gelb war die Farbe ihrer politischen Bewegung, die Anfang 1986 der 20-jährigen Diktatur des Regimes von Ferdinand Marcos ein Ende bereitete.
Die ehemalige Hausfrau war nach dem Volksaufstand gegen Marcos von 1986 bis 1992 erste Präsidentin des südostasiatischen Inselstaats. Ihr Mann Benigno Aquino, ein prominenter Marcos-Gegner, war 1983 bei seiner Rückkehr aus dem Exil auf dem Flughafen von Marcos-Schergen erschossen worden. Nach dem Mord wuchs der Widerstand gegen den Diktator und gipfelte schließlich in dem Umsturz des Regimes. In dem viertägigen Volksaufstand wurde Marcos zu Fall gebracht, der nach Hawaii flüchtete.
Aquino, die die jetzige Präsidentin Arroyo 2001 unterstützt hatte, wurde zu einer scharfen Kritikerin ihrer Amtsnachfolgerin, der nach der umstrittenen Wahl 2004 Fälschung vorgeworfen worden war. Sie hatte Arroyo damals zum Rücktritt aufgefordert.
Weil sie den Philippinen die Demokratie zurückgebracht hatte, genoss sie nicht nur zu Hause, sondern auch international hohes Ansehen. Das US-Nachrichtenmagazin "Time" machte Aquino 1986 zur "Frau des Jahres". Auch wurde sie für den Friedensnobelpreis nominiert. US-Präsident Barack Obama würdigte Aquino, die eine "entscheidende Rolle in der philippinischen Geschichte gespielt" habe. "Ihr Mut, Entschlossenheit und moralische Führung ist eine Inspiration für uns alle".