Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Christian Kronenbitter
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Von Trauer.de Redaktion, München
07.07.2009 um 17:18 Uhr von Merkur /Ein großer Trauerzug begleitete den Heimgang des Architekten Christian Kronenbitter, der kürzlich im hohen Alter von 86 Jahren verstarb: Vor seiner Kapelle wurde er aufgebahrt und von dort führte ihn der Weg bis hin zum Friedhof, seiner letzten Ruhestätte. "Die Sanierung der Kapelle hatte er noch persönlich koordiniert, gut ein halbes Jahr nach der Neuweihe der Kapelle starb er", erzählt sein Sohn Max-Josef Kronenbitter.
Er, der als Architekt selbst so viele Projekte entworfen und verwirklicht hatte, durfte darauf vertrauen, dass seine Nachkommen seinem letzten Geleit würdig begegnen und dieses mit Hingabe gestalten. Dieses Vertrauen in die Familie wurde nicht enttäuscht: Seine drei Enkelinnen, knapp fünf Jahre jung, legten ihrem Opa zum letzten Gruß ein selbst gemaltes Bild in den Sarg und seine zahlreichen Tauf- und Firmlinge trugen den Sarg zum Grab. "Er war ein herzensguter Vater, Ehemann, Bruder, Schwiegervater, Großvater und Schwager - ein echter Familienmensch eben", erzählt der Sohn. Diese innige Verbundenheit gab ihm die Familie gern bei der letzten Ehrerbietung zurück.
Zwei Söhne schenkte ihm seine Frau Theresia, die er 1966 heiratete. Der gebürtige Münchner besuchte erst die Volksschule an der Luisenstraße, machte einen Abstecher zur Kottgeiseringer Volksschule und besuchte später das Münchner Ludwigsgymnasium. Sein Abitur legte er bei den Benediktinern in Ettal im Jahr 1942 ab.
Kurz darauf wartete schon der Kriegsdienst auf Christian Kronenbitter - er wurde als Kradmelder in Jugoslawien, Albanien, Griechenland und Frankreich eingesetzt. "Seine Ausbildung zum Offizier wurde abgebrochen, nachdem seine Familie als 'politisch nicht zuverlässig' eingestuft wurde", berichtet Max-Josef Kronenbitter. 1945 wurde er aus dem Militärdienst entlassen und begann sein Architekturstudium an der Technischen Universität München.
Acht Jahre später stieg er in das väterliche Architekturbüro ein und verwirklichte gemeinsam mit seinem Vater zahlreiche Projekte: das Ferienhaus der Bahlsen Keksfabrik in Gstaad, die Kirche Lohhof oder das Woolworth-Kaufhaus in der Kaufinger und Leopoldstraße in München weisen die stattlichen Marken der gemeinsamen Erfolge des Vater-Sohn-Gespanns aus.
"Nach dem Tod meines Großvaters führte mein Vater das Büro allein weiter", berichtet der Sohn. Und Christian Kronenbitter verwirklichte in der Folge zahlreiche weitere Aufträge: Innerhalb weniger Jahre entstanden das Jesuiten-Provinzialat in München-Schwabing, der Neubau der Philosophischen Hochschule der Jesuiten, des Klosters St. Sebastian in Rosenheim oder des Klosters in Eichstätt.
Auch in seinem Heimatort Kottgeisering sind die Spuren der Kronenbitters allgegenwärtig: Christian Kronenbitter führte dort quasi das Werk seines Vaters fort, der seinerzeit schon die damalige Gemeindekanzlei geplant hatte und mit dem Neubau des Gemeindezentrums, sowie dem Umbau und der Erweiterung des Kindergartens kann sich jeder Bürger an sein architektonisches Schaffen erinnern.
FOTO: akk