Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Bernhard Schmidt
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
25.03.2008 um 20:13 Uhr von Merkur /Wer heute mit der Zahnradbahn auf die Zugspitze fährt und dort die Skilifte nutzt, der hat den schnellen und komfortablen Transport vor allem einem Mann zu verdanken: Bernhard Schmidt. Der Schöpfer der Eibsee- und Alpspitz-Bahnen und langjähriger Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) ist im Alter von 99 Jahren gestorben.
Für sein langes Leben hatte der gebürtige Garmisch- Partenkirchner ein ganz eigenes Rezept: "Fast bis zuletzt ist Onkel Bernie täglich mindestens eine Stunde spazieren gegangen und ein paar Runden geschwommen", verrät seine Nichte Gisela Wörndle. "Außerdem hat er jeden Tag mit einem Glas Milch begonnen und mit einem Glas Whiskey beschlossen." Auch sonst war Schmidt sehr diszipliniert: "Wenn Onkel Bernie gesagt hat, dass er um 17.04 Uhr kommt, dann war er auch exakt um diese Uhrzeit da", erinnert sich Wörndle und lacht. Auf der anderen Seite sei er aber auch ein sehr herzlicher und lustiger Mensch gewesen, der gerne aus seinem Leben erzählt habe. Und daraus gab es schließlich so einiges berichten: Schmidt arbeitete nämlich unter anderem in Kolumbien und Norwegen, war Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland und langjähriges Mitglied beim Rotary-Club Garmisch- Partenkirchen, dem er auch zwei Jahre lang vorstand. In seiner Freizeit spielte er auch im hohen Alter noch leidenschaftlich gerne Golf, ging Bergsteigen und Skifahren.
"Dass die BZB heute so erfolgreich ist, hat sie maßgeblich den Pionierleistungen von Bernhard Schmidt zu verdanken", betont Günter Karl, der einige Jahre lang mit dem Verstorbenen zusammengearbeitet hat. Nicht umsonst sei Schmidt auch als "König der Zugspitze" bekannt geworden. Ein Visionär sei er gewesen und ein national und international anerkannter Fachmann, der sich mit dem Bau der Eibsee- und Alpspitz-Bahnen selbst ein Denkmal gesetzt hat.
Silke Fischer