Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Bernd Hilleprandt, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von volker fiebig, garmisch-partenkirchen
20.06.2012 um 21:45 Uhr von Merkur /nu jehts los,die einschüsse kommen imma näher.bald wern wa alle
oben eenen druff machen! organisier mal schon allet,det is deine grosse stärke!!!
ich bin traurig. volker
Von trauer.de Redaktion, München
29.06.2012 um 09:10 Uhr von Merkur /Energie und Kontinuität in Beruf und Sport, verbunden mit Witz und Charme, das waren die herausragenden Merkmale eines Garmisch-Partenkirchners, der am Sonntag im Alter von 72 Jahren einer schweren Krankheit erlag: Der Immobilienmakler Bernd Hilleprandt ist tot. Ein Mann, der sein Leben lang nicht nur dem Geschäft, sondern ganz wesentlich dem Eissport gewidmet hat - im Bob und mit dem Eisstock.
Am 3. Dezember 1940 geboren als einer von drei Brüdern, hatte er zunächst das Konditorhandwerk gelernt, war zehn Jahre in Deutschland und im Ausland in dieser Branche tätig. Dann aber stieg er um, wechselte ins Immobiliengewerbe. 1964 übernahm er das väterliche Büro und baute es zu einem stattlichen Unternehmen auch auf dem Bauträgersektor mit nationalen und internationalen Verbindungen aus.
Doch wie ein roter Faden zog sich daneben der Wintersport durch Hilleprandts Leben, mit Abstechern in den Autorennsport und zum Golf. 1967 errang er seinen größten Erfolg: Bei den Bob-Europameisterschaften in Innsbruck landete er im Vierer auf dem vierten Platz. "Die Erfahrungen aus diesen Jahren haben mir geholfen, mich in die Lage junger Sportler zu versetzen", sagte er später einmal. "Ich wusste um ihre Wünsche und Nöte." Das half ihm schließlich sehr, als er 1989 die Funktionärslaufbahn einschlug: Er wurde Präsident des Deutschen Eisstock-Verbands. Ein Amt, das er bis 2006 inne hatte, um danach zum Ehrenpräsidenten ernannt zu werden. Der Verband zählt in Deutschland immerhin etwa 34 000 Mitglieder. Hilleprandt gelang es, Welt-, Europa- und nationale Meisterschaften ebenso wie auch die Verbandsgeschäftsstelle nach Garmisch-Partenkirchen zu holen. Auch war er in die zähen Verhandlungen mit den Ministerien im Vorfeld des Ausbaus des Olympia-Eissportzentrums involviert.
In Würdigung seiner vielen Verdienste wurde ihm 1997 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Seine Heimatgemeinde ehrte ihn im Jahre 2000 mit der Ritter-von-Halt-Medaille in Gold - die höchste sportliche Auszeichnung des Markts.
Hilleprandt, seit Jahrzehnten auch begeisterter Freund und Kenner Italiens, hatte übrigens noch eine ehrenamtliche Funktion, auf die er stets stolz war: Bereits seit 1980 war er Honorkonsul der Republik Panama für San Marino. "Wer ihn gekannt hat", sagt sein älterer Bruder Klaus traurig, "der weiß, was wir verloren haben: einen Mann mit unendlichem Humor und ein Stück unserer Heimat." wk