Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Basilius Erhardt, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
23.02.2010 um 10:13 Uhr von Merkur /Sein Zither- und Gitarrenspiel berührte die Herzen der Zuhörer. Vor knapp zwei Monaten hatte Basilius Erhardt, den seine Freunde nur als "Basi" kannten, mit seiner Frau Anna Maria den letzten Auftritt. Nun müssen die Familie und Freunde Abschied nehmen: Der Seniorwirt des Gasthofs zum Schweizerbartl ist im Alter von 76 Jahren nach Krankheit gestorben.
In den Regalen vieler Volksmusikfreunde finden sich Platten und Kassetten des Kaltenbrunners. Bereits mit zehn Jahren spielte er in der Wirtschaft auf, der Vater begleitete ihn damals auf der Gitarre. "Er war von ganzem Herzen Musiker", meint sein Sohn Basilius Erhardt, der heute das Traditionslokal führt. Diese Leidenschaft und sein Talent brachten Erhardt senior weit: 1960 kam die erste Schallplatte "Im Wald da draus is' schee" auf den Markt. Für den passionierten Jäger war der Titel mehr als ein Lippenbekenntnis.
Vom beschaulichen Werdenfelser Land aus ging es bald in die ganze Welt, etwa nach Amerika, Argentinien, Holland und Österreich. Berühmtheiten wie Maria Hellwig wollten mit dem Naturburschen zusammenarbeiten.
Doch Erhardt hob nicht ab. Er kümmerte sich daheim um den Gasthof, den sein Großvater aufgebaut hatte, und die Landwirtschaft. Außerdem war da noch seine Anna Maria, die er in Matrei (Österreich) kennenlernte. 41 Jahre war er damals alt, seine Frau 23. Keine Frage, dass in der Ehe die Musik eine große Rolle spielte. Auch die Gäste im Schweizerbartl kamen in den Genuss von Konzerten. Die zwei Söhne und die Tochter lernten ebenfalls Instrumente.
Daneben zog es Erhardt raus in den Wald. "Ende September des vergangenen Jahres waren wir ein letztes Mal in Österreich", erzählt der Junior. Ein Ausflug, der seinem Vater viel bedeutet habe.
Eva Hutter