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Astrid Varnay

* 25.04.1918
† 04.09.2006
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Astrid Varnay, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

10.09.2006 um 18:04 Uhr von Merkur /
Die Tochter einer ungarischen Sängerfamilie begann ihre Karriere in den USA. 1941 gelang ihr der Sprung an die Metropolitan Opera in New York, als sie für die erkrankte Lotte Lehmann die Partie der Sieglinde in Richard Wagners "Walküre" übernahm. Ihren ersten Auftritt in Europa hatte sie nach dem Krieg unter anderem bei einem Gastspiel an der Covent Garden Opera in London. Als erste Amerikanerin - sie hatte 1943 die US-Staatsbürgerschaft angenommen - sang Varnay 1951 bei den Bayreuther Festspielen. Bis 1968 trat sie jedes Jahr in Bayreuth auf. Oft zitiert wurde in diesem Zusammenhang Wieland Wagners Antwort, als er auf die Kargheit seiner Bühnenausstattung für den "Ring des Nibelungen" angesprochen wurde: «Wozu brauche ich einen Baum auf der Bühne, wenn ich Astrid Varnay habe." Nach dem Tod ihres Lehrers und Ehemanns Hermann Weigert siedelte die Sängerin 1955 endgültig nach München über. Von dort aus startete sie 1970 eine zweite internationale Karriere. Mit ihrer reicher und dunkler gewordenen Stimme sang sie nun verstärkt Richard-Strauss-Partien wie die Klytämnestra in "Elektra", die Herodias in "Salome" und die Amme in "Die Frau ohne Schatten". Noch bis vor wenigen Jahren stand Varnay auf der Bühne. Darüber hinaus blieb sie dem Nachwuchs als Musikpädagogin verpflichtet. (dpa)