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Arwed Max von Poser

* 09.09.1942
† 21.09.2006
Erstellt von Merkur und TZ

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Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

26.09.2006 um 17:53 Uhr von Merkur /
Die Benzingspitz war ihm der liebste Berg. Eigentlich ein unspektakulärer Gipfel, aber einer mit spektakulärem Blick bis zu den Zentralalpen. Im Wesen jenes Berges spiegelt sich manches vom Wesen Dr. Arwed Max von Posers wider: stets bescheiden bei Begegnung mit Menschen, herzlich, offen und geradezu dankbar, aber ein Mann mit hohem Intellekt und hohem Ansehen, der damit Spuren in Herzen und in der Gesellschaft hinterlassen hat. Kurz nach seinem 64. Geburtstag ist Poser nach längerer Krankheit zu Hause verstorben. In Neustettin/Pommern geboren, kam er mit 15 Jahren nach Bayern. Zunächst nach Oberaudorf, 1971 dann nach Agatharied, wo er mit seiner Familie eine Heimat fand. Von 1971 an war er für die Bayerische Landesbank in München tätig, zuletzt vor allem als Fachmann für europäische Wirtschaftsfragen und als Vertreter der deutschen öffentlichen Banken ­ Europa hatte er seit seiner Jugend im Blick, die Welt trug er in sich. Mehr als 120 Länder bereiste er: beruflich im Anzug, privat mit Rucksack im Zelt. Er bestieg den Kilimandscharo, trieb im Einbaum auf afrikanischen Flüssen. Die Heimat vergaß er darüber nie. 1975 gründete Arwed Max von Poser die Junge Union in Hausham, dem Gemeinderat gehörte er für die CSU seit 1978 an. Zwischen 1978 und 1990 brachte er sein hohes Wissen im Kreistag ein. Schwer wiegt bei seinen Wegbegleitern der menschliche Verlust. „Ich kenne niemanden wie ihn”, meint der CSU-Ortsvorsitzende Otto Schneider. „Er wird uns in unseren Reihen sehr fehlen”, betont Ernst Winter vom Rotary-Club Schliersee. Geliebt hat Poser seine Familie mit Ehefrau Harda, seine drei Kinder. Und die Berge. Kein Gipfel in der Umgebung, den er nicht bestiegen hätte. Wie die Benzingspitz. Oder die Brecherspitz. Morgens, barfuß -­ noch vor der Fahrt zur Arbeit. (ho)