Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Anton Penzkofer, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
21.08.2009 um 16:51 Uhr von Merkur /Er war von 1963 bis 1989 der Mann in der Gemeinde Taufkirchen, bei dem alle Fäden zusammenliefen. Mit großer Fachkompetenz und Aufgeschlossenheit hat Anton Penzkofer 26 Jahre lang die Verwaltung geleitet. Am Donnerstag ist er im Alter von 82 Jahren überraschend gestorben.
"Die Gemeinde, das war sein Leben", sagt Bürgermeister Franz Hofstetter über den früheren geschäftsführenden Beamten, der sogar mit seiner Familie im Rathaus wohnte. Mit den Gemeindechefs Bartholomäus Wegmann und Konrad Maier hatte Penzkofer den Bau des Waldbades 1968 auf den Weg gebracht. Und es standen weitere große Aufgaben an: Nach der Gemeindegebietsreform war Taufkirchen plötzlich eine große Kommune. Es galt, Straßen zu bauen, die Wasser- und Abwasserversorgung sowie die Kläranlage zu errichten. Auch die Schulen wurden unter Penzkofers Ägide erbaut.
"Er hatte eine unglaubliche berufliche Erfahrung und war immer sehr hilfsbereit", sagt sein Nachfolger Konrad Karbaumer, der früher Penzkofers rechte Hand war und bis zum Schluss freundschaftlich mit ihm verbunden blieb. Nach der deutschen Wiedervereinigung gab Penzkkofer sein Wissen als Berater sogar für den Aufbau der Verwaltung in der thüringischen Stadt Oberhof weiter.
Als Bezirksrat setzte sich Penzkofer "mit Leib und Seele", wie Bürgermeister Hofstetter betont, für die Krankenhäuser ein. Der Referent für das damalige Bezirksklinikum Gabersee hatte sogar ein Zimmer in der Wasserburger Einrichtung. Seine Kompetenz brachte er auch als CSU-Mitglied in den Kreistag ein (1978 bis 1990).
Nach seiner Pensionierung kehrte der gebürtige Landshuter wieder in seine Heimatstadt zurück. Bis zuletzt pflegte er aber seine Kontakte im Landkreis Erding. (har)