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Anton Buchwieser

* 08.06.1925
† 30.07.2012
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Anton Buchwieser, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion, München

03.08.2012 um 16:22 Uhr von Merkur /
Seine Heimat Unterammergau ist Anton Buchwieser besonders am Herzen gelegen. 18 Jahre saß er im Gemeinderat und "setzte sich hingebungsvoll für das Ortsgeschehen ein," erinnert sich Bürgermeister Michael Gansler. In der Ammertalgemeinde wurde er geboren. Dort endete nun auch sein Weg: Der "Hansorer Toni" ist mit 87 Jahren verstorben. Geboren wurde er am 8. Juni 1925. Schon von klein an arbeitete der Ammertaler mit seinen beiden Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof. Dort führte ihn sein Vater in das Schmiedehandwerk ein, ehe er 1956 als Meister den Betrieb seiner Familie übernahm - in 5. der Generation. Im selben Jahr heiratete Buchwieser auch seine Hildegard. Neben dem eigenen Schmiedebetrieb, seinen vier Kindern Anton, Hildegard, Andreas und Maria sowie dem Bauernhof nahm er sich von 1966 bis 1984 Zeit für die Belange der Gemeinde. Bis 1984 engagierte sich der Freie Wähler im Landwirtschaftsausschuss. "Dort schätzte man ihn für sein Fachwissen", sagt Gansler, der noch sechs Jahre gemeinsam mit ihm in der Kommunalpolitik tätig war. Sechs Jahre saß er zusätzlich im Finanzausschuss. Der Unterammergauer engagierte sich auch in zahlreichen Vereinen. Er war unter anderem Mitglied im Veteranenverein, dem Leonhardiverein sowie in der Hammerlzunft Partenkirchen. Seine ganz große Leidenschaft aber gehörte dem Singen. So brachte sic Buchwieser über 60 Jahre im Kirchenchor ein. "Er war in jeder Probe und bei jedem Auftritt immer da", erzählt Leiter Josef Lindauer. Vor allem die "Ölbergandacht" verbinden seine ehemaligen Vereinskameraden mit dem Verstorbenen. "Das war sein Lied." Als Bass-Solist meisterte er es noch mit über 80 Jahren. Bis zuletzt gehörte auch der Kirchgang fest in seinen Kalender. Vergangenen Samstag besuchte er mit seiner Frau das letzte Mal den Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus. Danach verabschiedete er sich aus seiner Heimat - für immer.