Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Anthony Shadid
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
Neueste Einträge (3)
Gedenkkerze
****
Entzündet am 08.06.2012 um 12:00 Uhr
Gedenkkerze
mareike
Entzündet am 06.03.2012 um 12:00 Uhr
das leben gelassen um über den tod und die ungerechtigkeit anderer zu berichten. ich verneige mich vor diesem mut.
Von trauer.de Redaktion, München
21.02.2012 um 08:43 Uhr von Merkur /Pulitzer-Preisträger Anthony Shadid ist tot. Der Journalist der New York Times galt vielen als bester Reporter seiner Generation. Er erlag am 16. Februar 2012 bei verdeckten Recherchen in Syrien im Alter von nur 43 Jahren einem schweren Asthma-Anfall.
Shadid erarbeitete sich seinen hervorragenden Ruf mit gefährlichen Reportagen aus zahlreichen Kriegsgebieten im Nahen Osten. Den Schrecken des Krieges erlebte er dabei mehr als einmal am eigenen Körper. 2002 wurde er im Westjordanland an der Schulter angeschossen, 2011 jagte ihn die Polizei während der Straßenschlachten bei der ägyptischen Revolution. Shadid berichtete trotzdem unverdrossen weiter.
Die dramatischsten Tage seiner Karriere erlebte Shadid im März 2011, als er während des Bürgerkriegs in Libyen von Pro-Gaddafi-Milizen entführt wurde. Über eine Woche lang wurde gemeinsam mit drei Kollegen festgehalten - Schläge und Demütigungen inklusive.
Shadid erblickte am 26. September 1968 in Oklahoma City das Licht der Welt. Der Sohn einer libanesisch-stämmigen Familie studierte an der University of Wisconsin-Madison. Seine Karriere begann er 1995 bei der Nachrichtenagentur Associated Press in Kairo. Sein Weg führte über verschiedene andere Medien nach Bagdad, wo er als Korrespondent für die Washington Post tätig war. 2009 folgte sein Wechsel zur New York Times.
Shadid war mit der ebenfalls für die New York Times tätige Korrespondentin Nada Bakri verheiratet. Für seine Berichterstattung über den Irak-Krieg erhielt er in den Jahren 2004 und 2010 den Pulitzerpreis für Auslandsberichterstattung.
Zuletzt ließ sich Shadid gemeinsam mit dem Times-Fotografen Tyler Hicks in Syrien einschleusen. Da die syrische Regierung kaum noch Journalisten-Visa herausgibt, musste der New York Times-Reporter geheime Wege ins Land nehmen. Dort wollte er über den Widerstand gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad berichten. Offenbar aufgrund einer allergischen Reaktion gegen Pferde erlitt Shadid bereits auf dem Weg nach Syrien eine Asthma-Attacke. Trotz Medikamenten-Einnahme kam es eine Woche später auf dem Rückweg in die Türkei zu einem zweiten, diesmal tödlichen Anfall.