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Andreas Stockmeier

* 26.03.1938
† 24.06.2010
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (2)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Andreas Stockmeier, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von Alfred Mignon, Otterfing

25.06.2010 um 19:23 Uhr von Merkur /
Wir Nachbarn im Kölblweg sind traurig, dass Andreas Stockmeier nicht mehr mit uns lachen und weinen, feiern und arbeiten, singen und musizieren wird. Dankbar für viele fröhlich machende und ermutigende Zeichen guter Nachbarschaft nehmen wir Abschied von einem großzügigen und herzlichen Menschen. Seine Liebenswürdigkeit ist uns ein Ansporn für das eigene Verhalten.

Von Trauer.de Redaktion, München

26.06.2010 um 10:02 Uhr von Merkur /
Seine Energie schien unendlich. Als Musiker, als politischer Organisator für die CSU, als Computer-Spezialist oder als Skifahrer. Doch vor einem knappen halben Jahr traf Andreas Stockmeier die Diagnose wie ein Hammerschlag. Der Krebs, das wusste der Otterfinger Altbürgermeister, würde ihm nicht mehr viele Tage lassen. "Er hat seine letzten Monate sehr bewusst gelebt", sagt seine Frau Ulrike, "bewusst auch im Dorfleben, das ihm so unendlich viel bedeutet hat." Am Donnerstag ist Andreas Stockmeier gestorben. Er wurde 72 Jahre alt. Landwirt und Zimmerer hatte der gebürtige Otterfinger gelernt, ehe er zu einer politischen Hoffnung der CSU heranreifte. Er war Mitbegründer des Ortsverbands, den er 16 Jahre selbst leitete; erst vor wenigen Monaten wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Fünf Jahre führte Stockmeier auch den Kreisverband (bis 1992). Er baute die Bundeswahlkreis-Geschäftsstelle auf, organisierte Wahlkämpfe unter anderem für Edmund Stoiber, förderte Talente wie Ilse Aigner. Sein strategisches Talent, Netzwerke zu knüpfen, zeigte sich auch von 1993 bis 2003 als Geschäftsführer der Oberbayern-CSU. "Das hat ihn erfüllt", sagt seine Frau. In Otterfing stellte Stockmeier seit den 60er Jahren als zweiter Bürgermeister mit die Weichen, ehe er von 1984 bis 1992 zum Rathauschef aufstieg. Unter seiner Ägide wurde etwa der Kanal gebaut und das Feuerwehrhaus; es entstand das erste Einheimischenprogramm und der erste Kindergarten. "Mir war der Anderl politisch und menschlich immer ein Vorbild", sagt Bürgermeister Jakob Eglseder. Er bedauert noch heute, dass Stockmeier nach Angriffen innerhalb der CSU und im Gemeinderat 1992 von seinen Ämtern zurücktrat. In vielen Ortsvereinen war Stockmeier Mitglied, meist ein aktives. Bei den Trachtlern übernahm er die Regie beim Theater. Über 50 Jahre wirkte er als Organist in Otterfing und Steingau; leidenschaftlich leitete er Chöre. "Seine eigene Person hat er immer hinter das Wohl der Gemeinschaft gestellt", sagt Eglseder. Stockmeier hinterlässt zwei Kinder und drei Enkel.