Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Andreas Pröschkowitz, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
19.04.2010 um 10:48 Uhr von Merkur /Am Dienstagnachmittag sollte man sich auf beengte Verhältnisse rund um die Altenerdinger Pfarrkirche Mariä Verkündigung einstellen. Um 14 Uhr beginnen dort die Trauerfeierlichkeiten für Andreas Pröschkowitz sen. Der frühere Kreisbrandrat und damit ranghöchste Feuerwehrler des Landkreises ist wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag gestorben. Auf seinem letzten Weg wird er am Dienstag von zahlreichen Fahnenabordnungen begleitet.
Pröschkowitz wurde an 11. Mai 1930 in Altenerding geboren und ging hier auch zur Schule. Danach erlernte er in München den Beruf des Orthopädie-Schuhmachers. Tätig wurde er in diesem Bereich nicht. Stattdessen fand er eine Anstellung im Fliegerhorst, wo er sich um die Heizanlagen kümmerte. 1960 heiratete er seine Gattin Hilde. Das Paar bekam einen Sohn, der in die Fußstapfen des Vaters trat. Andreas Pröschkowitz jun. ist Kreisbrandinspektor. Sein Vater gehört zu den Wiederaufbauern der Altenerdinger Feuerwehr. Am 13. Januar 1949 erwachte das Vereinsleben im Gerätehaus, das damals noch im früheren Rathaus am Hofmarkplatz untergebracht war, zu neuem Leben. Auch die Feuerwehr war wieder alarmbereit - mit einem Armee Ami Dodge, den es bis heute gibt, und einer Tragkraftspritze.
"Feuerwehr, das war sein Leben", erinnert sich die Witwe. Gerne blickt sie aber auch auf viele gemeinsame Jahre zurück, in denen ihr Mann stets für die Familie da war und rund um Haus und Garten an der Pfarrer-Fischer-Straße selbst anpackte. In Uniform übernahm Pröschkowitz rasch Verantwortung: Von 1955 bis 72 war er Kommandant, 1963 wurde er zum Kreisbrandmeister ernannt. 1971 wurde er ranghöchster Brandschützer im Landkreis. Das Amt des Kreisbrandinspektors wurde per Gesetz ein Jahr später in das des Kreisbrandrates umgewandelt. Das Ehrenamt gab Pröschkowitz erst 1993 mit dem Eintritt ins Ruhestandsalter ab. Seine Nachfolger sind seither Alois Sinseder aus Taufkirchen und Willi Vogl aus Erding. (ham)