Agathe Dunkel

Agathe Dunkel

geb. Wurm
* 29.03.1931
† 30.10.2007 in Mammendorf
Erstellt von Merkur und TZ

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Gedenkkerze

Florian Dunkel

Entzündet am 18.01.2011 um 12:00 Uhr

Schee wars mit dir Oma, Du wirst immer in unseren herzen weiter leben. Pass ma aufn Papa auf! Du woast ja der stellt allerhand an.

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

18.11.2007 um 17:54 Uhr von Merkur und
Ein Jahr lang schwieg sie über ihre Brustkrebserkrankung und erst in den letzten zwei Monaten weihte sie ihre Angehörigen ein: Kürzlich starb Agathe Dunkel im Alter von 76 Jahren - für viele ganz überraschend. "Meine Mutter hat vor rund einem Jahr ihre Erkrankung bemerkt und bewusst verschwiegen. Erst Anfang September ging sie zum Arzt, der ihr das diagnostizierte, was sie längst wusste: Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium", erzählt Sohn Reiner Dunkel. Agathe Dunkel lehnte es ab, ihre letzten Monate mit Krankenhausaufenthalten und Chemotherapien zu verbringen. Sie entschied sich dafür, die ihr verbleibende Zeit normal und bewusst zu erleben. Mit zehn Jahren war die gebürtige Allgäuerin nach Mammendorf gekommen, ihr Vater pachtete die örtliche Molkerei. 1950 heiratete sie ihre Ehemann Horst und schenkte ihm fünf Söhne: "Wir fünf Buam haben schon auch öfter mal was angestellt", erinnert sich Reiner Dunkel, der heute Bürgermeister von Althegnenberg ist. Dunkel weiß: "Meine Mutter hatte es nicht immer leicht mit uns, zudem lebten wir sehr beengt. Sie hat uns aber immer verteidigt, wenn Beschwerden kamen." Agathe Dunkel hat erst nach ihrem 50. Geburtstag ihren Führerschein gemacht. "Sie hat immer vom Autofahren geträumt und ganz heimlich darauf gespart", weiß die Schwiegertochter. In der Erziehung ihrer fünf Söhne musste sie konsequent sein, doch Agathe Dunkel war auch eine leidenschaftliche Spielerin: wöchentlich traf sie sich mit ihren Freundinnen zum Canasta- und Rommespielen. 60 Jahre lang war Agathe Dunkel im Kirchenchor aktiv, später erhob sie auch im Gesangsverein ihre Stimme. Bis vor einem Jahr leitete sie den Kinderchor. Ihr Talent zeigte sich auch auf zahlreichen Familienfesten, wenn sie ihre Ziehharmonika auspackte. "Sie war immer offen und interessiert, nie nachtragend und ein ausgleichendes Element in der Familie", erinnert sich Reiner Dunkel. Auch die Enkel bestätigten auf der Trauerfeier, der zahlreiche Mammendorfer beiwohnten: "Die Oma war nie launisch, sondern immer fröhlich. Doch man hat auch gesehen, dass sie mit sich im Reinen war" - ­ ein Umstand der den Angehörigen das Trauern etwas erleichtert. Angi Kiener

MERKUR & TZ

vom 02.11.2007