Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Adolf Seethaler, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
22.03.2010 um 15:04 Uhr von Merkur /Am 1. März ist der geborene Emmeringer Adolf Seethaler verstorben. Die Gemeinde Emmering verliert mit ihm eine markante Persönlichkeit, die sich große Verdienste um das Gemeinwohl in Emmering erworben hat und trauert mit seinen Angehörigen.
Verursacht durch seine Verletzungen im Krieg musste er vom Schreiner zum Bauzeichner umschulen. Er schloss dazu das Studium zum Bauingenieur an. Als Baupolier war er beim Kraftwerksbau an der Isar und in der Oberpfalz, er war dabei als in Ägypten am Nildelta Pumpwerke gebaut wurden. Und er war dabei als der Sylvensteinspeicher gebaut wurde. Damals war er in der Bayerischen Staatsbauverwaltung tätig. 1959/60 hatte er eine Anstellung beim Wasserwirtschaftsamt München.
Kommunalpolitischen Erfolg konnte er schon außerhalb des Gemeinderates verbuchen. Maßgeblich geht die Verhinderung der Kläranlage in der Verlängerung des Riedernweges direkt neben der Siedlung Untere Au auf ihn zurück. Er war Sprecher der Interessensgemeinschaft; ohne Änderung des Bauplans wurde schließlich die Kläranlage nach Osten an ihren heutigen Standort geschoben.
Beruflich war er von 1964 an in der Landkreisverwaltung tätig. Bis 1980 arbeitete er dort im Referat Straßen und Brückenbau.
1966 kandidierte Adolf Seethaler zum Gemeinderat und wurde auch gewählt. In diesem Gremium war er stets dem Ortsteil Untere Au besonders verbunden. Sein Beruf als Bauingenieur qualifizierte ihn für den Werkausschuss, den Planungs- und Bauausschuss, den Ausschuss für Ortsentwicklung und Schaffung von Erholungsgebieten sowie den Sonderausschuss Amperhalle. Besonders aber qualifizierte ihn seine langjährige Berufserfahrung als Bauingenieur für das Amt des Straßenreferenten. Zahlreiche erfolgreiche Tiefbaumaßnahmen fanden ihn seiner Zeit statt.
Bis 1984 engagierte er sich im Gemeinderat. Aber auch danach und bis zuletzt interessierte er sich für die Geschehnisse in Emmering. So kam er vor einigen Jahren, als die Gemeinde die Fußgängerbrücken über die Amper gebaut hat auf die Gemeinde zu. Er bot an: Wenn die Gemeinde Probleme mit der Lage des Kanals oder der Wasserleitungen hätte, könnten sie ihn gerne fragen. Er wüsste aus seiner Zeit als Straßenreferent sehr wohl, wo diese genau verlaufen.
Als Auszeichnungen erhielt Adolf Seethaler die Dankurkunde für die in der kommunalen Selbstverwaltung geleisteten Dienste, die Emmering-Medaille in Silber sowie die Roggensteinmedaille.
Herr Seethaler war aktiv im Ehrenamt in zahlreichen Ortsvereinen. So wundert es nicht, dass er Ehrenmitglied bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft, dem FC Emmering und Schützenverein war. Im TV Emmering war er zudem Ehrenvorsitzender.