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Adam Yauch

* 05.08.1964
† 04.05.2012
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Adam Yauch, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion, München

07.05.2012 um 09:09 Uhr von Merkur /
Adam Yauch gilt als einer der Wegbereiter des "weißen Rap". Mit seiner Band Beastie Boys machte den Sprechgesang auch bei der breiten Masse salonfähig und machte damit den heutigen Erfolg unter anderem des deutschen Rappers Bushido erst möglich. Doch jetzt ist Yauch tot. Er verstarb am 4. Mai 2012 im Alter von nur 47 Jahren in New York an den Folgen einer Krebserkrankung. Er hinterlässt seine Frau und eine 14-jährige Tochter. Yauch war in der Musik-Szene besser bekannt unter seinem Pseudonym MCA. Er wurde am 5. August 1964 in New York geboren. Bereits im Alter von 15 Jahren gründete er gemeinsam mit Michael Diamond (Mike D), John Berry und Kate Schellenbach die Beastie Boys, damals noch als Punk-Band. Der große Durchbruch gelang der mittlerweile zum Hip Hop umgeschwenkten Band 1986 mit dem Debütalbum "Licensed to ill", das Singlehits wie "No Sleep till Brooklyn" oder "Fight for your Right" hervorbrachte. "Licensed to ill" ging als erstes reines Hip-Hop-Album, das Platz 1 der amerikanischen Billboard-Charts erreichte, in die Annalen ein. Es folgten eine Tournee mit Run DMC und drei weitere Nummer-1-Alben, die den Beastie Boys den Ruf der erfolgreichsten Hip-Hop-Band der USA einbrachte - für weiße Musiker in der seinerzeit nahezu ausschließlich von dunkelhäutigen Musikern geprägten Rap-Szene eine Sensation. Im Jahr 2002 gründete der praktizierende Buddhist Yauch die Produktionsfirma Oscilloscope Laboratories, mit der er 2008 sein Regiedebüt, die Basketball-Dokumentation "Gunnin' For That #1 Spot" produzierte. Die Firma zeichnete auch für die Produktion von Spielfilmen wie Kelly Reichardts "Wendy and Lucy" und Oren Movermans "The Messenger ? Die letzte Nachricht" verantwortlich. Im Juli 2009 kam der große Schock für Yauch: Es wurde Ohrspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Die Veröffentlichung des Albums "Hot Sauce Committee Part 1" wurde verschoben, bereits geplante Auftritte abgesagt. Zwischenzeitlich schien der New Yorker den Krebs besiegt zu haben. Doch sein Zustand verschlechterte sich wieder. An der Zeremonie zur Aufnahme der Beastie Boys in die Rock and Roll Hall of Fame im April 2012 konnte er schon nicht mehr teilnehmen. Schließlich verlor er den Kampf gegen seine Krankheit.