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Achim Höppner

* 09.06.1946
† 18.11.2006
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Achim Höppner, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

19.11.2006 um 18:17 Uhr von Merkur /
1946 ist Achim Höppner in Lübeck geboren und aufgewachsen. Das Studium (Theatergeschichte, Kunstgeschichte Germanistik) verschlug ihn Anfang der 60er Jahre nach München - Bayern, und letztlich seine zweite Heimatstadt Germering, verließ er bis zum Tod nicht mehr, auch wenn es ihn immer wieder in seiner Geburtsstadt zog. In München machte Höppner erstmals auf sich aufmerksam, als er mit Freunden das Theater in der Kreide gründete und betrieb. Es wurde zu einem der meist dotierten Privattheater Münchens und erregte Aufmerksamkeit über die Grenzen des Freistaates hinaus. So richtig bekannt und auch berühmt wurde Achim Höppner als Synchronsprecher. Spätestens seit dem er die deutsche Stimme des Zauberers Gandalf im Welterfolg "Der Herr der Ringe" wurde, gehörte er zur allererste Sprecherriege der Republik. Dass er auch vorher schon Weltstars wie Richard Burton, Donald Sutherland oder (seit 2002) Clint Eastwood seine deutsche Stimme lieh, wurde erst jetzt von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Zahl der Fernseh-Dokumentationen, in denen Höppners markante, sonore Stimme zu hören war, ist ebenso Legion wie die der Hörbücher, der er produzierte. Bei allem überregionalem Ruhm vergaß Höppner seine Wahlheimat Germering nie: Mit Lesungen unterstützte er immer wieder soziale Projekte vor Ort. Erst vor zwei Wochen schloss er in der Bibliothek seine dreiteilige Lesung des Don Quichotte für ein Kindergartenprojekt ab. Seit Jahren gehörte seine vorweihnachtliche "Lesung bei Kerzenschein" im Roßstall zugunsten von kriegsgeschädigten Mädchen und Frauen zum festen kulturellen Termin der Großen Kreisstadt. Die Stadt dankte es Achim Höppner im Jahre 2002 mit der Verleihung des Walter-Kolbenhoff-Preises. Achim Höppner hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Kinder. Text: Klaus Greif, Foto: Vera Greif