Rudolf Kalmowicz

Rudolf Kalmowicz

* 15.03.1915
† 02.04.2007
Erstellt von Merkur und TZ

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Gedenkkerze

günther

Entzündet am 08.12.2010 um 12:00 Uhr

einem sehr treuen und ehrlichen freund

DORFENER NACHRICHTEN

vom 03.04.2007

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

02.04.2007 um 20:15 Uhr von Merkur und
Kalmowicz hat allerdings nicht nur die Sonnenseiten des Lebens gesehen. Seine jungen Jahre waren geprägt von schlimmstem Leid: Binnen weniger Monate verlor der am 15. März 1915 im polnischen Pierzchnica geborene Sohn jüdischer Kaufleute im Jahr 1940 seine gesamte Familie. Vater Majer verstarb in Kielce, seine Mutter Gerla, seine Frau Zienia und sein drei Jahre alter Sohn Marjan in einem NS-Vernichtungslager in Polen. Rudolf Kalmowicz überlebte den Holocaust. Ab 1945 begann seine Erfolgsgeschichte: Als er 1951 seine zweite Frau Hella ehelichte, hatte sich Kalmowicz, der bis zu seinem Tode bei seiner Tochter Gabi, ihrem Lebensgefährten Harald Holder und Enkelsohn Maxi Neumayr am Stadtweg in Altenerding lebte, bereits eine gesicherte Existenz aufgebaut. Angefangen hatte alles mit dem drei Lastwagen starken Fuhrunternehmen, bis er sich ab 1951 endgültig seiner großen Leidenschaft widmete: dem Film. Kalmowicz produzierte Kassenschlager en masse und hatte die gesamte deutsche Schauspiel-Prominenz der 50er Jahre unter seinen Fittichen. 1954 eröffnete er die Rathaus-Lichtspiele an der Landshuter Straße, drei Jahre später die Erdinger Lichtspiele an der Geheimrat-Irl-Straße. Auch im Autohandel war der Liebhaber deutscher Schäferhunde und Fan des FC Bayern aktiv: Unter anderem gehörte Kalmowicz das BMW-Autohaus am Rennweg. (mlt)